
Schweres Erdbeben in Myanmar und Thailand: Aktuelle Lage und Auswirkungen auf Reisende
Veröffentlicht am 29. März 2025 von Rundreise Südostasien
Gestern, am 28. März 2025, traf ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 Südostasien und erschütterte vor allem Myanmar und Thailand. Besonders in Myanmar sind die Folgen verheerend – wir möchten unser tiefstes Beileid für alle betroffenen Ländern aussprechen.
Besonders in Myanmar leiden Menschen nicht nur unter dieser Naturkatastrophe, sondern auch unter den anhaltenden Konflikten. Für euch, die eine Rundreise durch Südostasien plant, beleuchten wir hier die aktuelle Lage, die Auswirkungen auf den Tourismus und geben praktische Tipps für eure Reise.
Tiefe Trauer um Myanmar, Thailand & Co und die aktuelle Lage
Das Erdbeben, das gestern um die Mittagszeit (Ortszeit) stattfand, hat erhebliche Schäden angerichtet. In Myanmar meldet die Militärregierung bisher über 10.000 Todesopfer und mehr doppelt so viele Verletzte. Besonders betroffen sind Städte wie Mandalay, Naypyidaw und Sagaing, wo Gebäude, Brücken und historische Stätten wie Pagoden schwer beschädigt oder eingestürzt sind. Ein Hotel in Aung Ban soll kollabiert sein, und Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Lage wird durch den anhaltenden Bürgerkrieg erschwert, der die Infrastruktur ohnehin belastet und den Informationsfluss einschränkt.
In Thailand spürte man die Erschütterungen bis nach Bangkok, wo ein im Bau befindliches Hochhaus einstürzte. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, und Dutzende werden noch vermisst. Die thailändische Regierung hat den Notstand ausgerufen und Evakuierungen in der Hauptstadt organisiert.
Dennoch betont Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra, dass die Schäden außerhalb Bangkoks begrenzt sind und kein Tsunami-Risiko besteht. Beliebte Touristenregionen wie Phuket, Khao Lak und Koh Samui im Süden Thailands blieben weitgehend unberührt.
Nachbeben, darunter eines der Stärke 6,4, wurden registriert, und Experten warnen vor weiteren Erschütterungen in den kommenden Tagen. Die tektonische Aktivität entlang der Sagaing-Verwerfung in Myanmar macht die Region besonders anfällig für solche Ereignisse.
Was bedeutet das für euch als Reisende?
Myanmar: Ein Land in Trauer und Krise
Myanmar ist aktuell kein Ort für Touristen. Schon vor dem Erdbeben riet das Auswärtige Amt von Reisen ab – jetzt gilt dies umso mehr:
Myanmar befand sich bereits vor dem Erdbeben in einer prekären Lage. Seit dem Militärputsch 2021 herrscht Bürgerkrieg, und das Auswärtige Amt rät von touristischen Reisen ab. Das gestrige Erdbeben verschärft die Situation zusätzlich:
- Einreise: Die Flughäfen in Mandalay und Naypyidaw sind bis auf Weiteres geschlossen. Internationale Hilfsappelle der Militärjunta deuten darauf hin, dass die Infrastruktur stark beeinträchtigt ist
- Sicherheit: Neben den Schäden durch das Beben bestehen weiterhin Risiken durch bewaffnete Konflikte und eine unzureichende medizinische Versorgung.
- Tourismus: Reisen nach Myanmar sind derzeit nicht empfehlenswert. Wer dennoch aus zwingenden Gründen einreisen muss, sollte die Nachrichtenlage genau verfolgen und sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts eintragen.
Thailand: Regional unterschiedlich
Thailand bleibt für euch größtenteils offen, aber mit Einschränkungen:
- Bangkok: Die Hauptstadt ist von den direkten Folgen des Bebens betroffen. Der internationale Flughafen Suvarnabhumi funktioniert jedoch weiterhin, auch wenn es zu Verzögerungen kommen kann. Reisende sollten sich auf erhöhte Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrsbehinderungen einstellen. Hotels und Sehenswürdigkeiten könnten temporär geschlossen sein.
- Südthailand: Beliebte Urlaubsorte wie Phuket, Krabi oder Koh Samui sind nicht direkt betroffen. Der Deutsche Reiseverband (DRV) bestätigt, dass hier keine Beeinträchtigungen zu erwarten sind.
- Einreise: Die Einreisebestimmungen bleiben unverändert, aber das Auswärtige Amt empfiehlt, sich vorab bei Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern zu informieren. Nachbeben könnten kurzfristige Änderungen verursachen.
Praktische Tipps für eure Südostasien-Reise
- Aktuelle Informationen einholen: Verfolgt regelmäßig die Nachrichten und die Reisehinweise des Auswärtigen Amts. Die Situation kann sich schnell ändern.
- Flexibilität bei der Planung: Vermeidet vorerst Reisen nach Myanmar. Auch solltet ihr euch aktuell nicht länger im Bangkok aufhalten, bis die Rettungsarbeiten abgeschlossen sind. Konzentriert euch stattdessen auf sichere Ziele wie Südthailand, Vietnam oder Kambodscha.
- Sicherheitsmaßnahmen: Macht euch mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut (siehe Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums).
- Reiseversicherung: Stellt sicher, dass eure Versicherung Naturkatastrophen abdeckt, um finanziell abgesichert zu sein.
- Kontaktaufnahme: Informiert euch bei eurem Reiseveranstalter über Stornierungs- oder Umbuchungsmöglichkeiten, falls eure Route betroffene Gebiete umfasst.
Fazit: Sicherheit geht vor
Das schwere Erdbeben vom 28. März 2025 hat Myanmar und Teile Thailands erschüttert und zeigt einmal mehr die Unberechenbarkeit der Natur in Südostasien. Während Myanmar aktuell für Touristen keine Option ist, bleibt Thailand – insbesondere der Süden – weiterhin ein sicheres Reiseziel.
Mit der richtigen Vorbereitung und Flexibilität könnt ihr eure Rundreise auch weiterhin nach Thailand planen. Seid euch aber bewusst, dass Naturkatastrophen in allen Ländern immer wieder auftreten können und eine sichere Prognose nahezu ausgeschlossen ist.
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